Hinweis alphabetische Gesteinsliste 

Sedimentit
(chemisch, Evaporit)
Alabaster
vgl.: Gipsstein, Marienglas
Bezeichnung: wahrscheinlich von der oberägyptischen Stadt Alabastron
lexikalische
Definition
Alabaster: (der), feinkörnige durchscheinende Art des Gipses, wird zu Gebrauchs- und Ziergegenständen verarbeitet. (Qu.: Brockhaus)
Eigenschaften Mohshärte 2,
Dichte 2,3..2,33,
durchscheinend bis undurchsichtig, hohe Lichttransparenz,
Kristalle monoklin
geringe Resistenz gegenüber Wasser

alabaster.jpg

Vorkommen in Deutschland im Thüringer Wald, in Italien bei Volterra/Toskana, in Spanien bei Zaragoza, in Indien
Zusammen-
setzung
chemisch: Gipsspat, Calciumsulfat-Dihydrat CaSO4 * 2 H2O
mineralogisch: körnig-dichter Gips
Verwendung Alabaster hat durch seine besondere Beschaffenheit eine hohe Lichttransparenz. Es lässt sich wunderbar als Ausgangsmaterial für bildende Künstler sowie für Gießtechniken verwenden. Daher wird der marmorähnliche Stein schon seit altersher für Kunst- und Gebrauchsgegenstände verarbeitet. Der hell leuchtende Alabaster faszinierte bereits vor über 2500 Jahren die Etrusker. Schon damals wurde in Volterra /Toskana Alabaster abgebaut.Es wurden kunstvollen Urnen und edlen Gefäße aus diesem weiß-samtigen Stein geformt, die als Zierde der Wohnkultur dienten.
Heute ist Alabaster noch immer sehr beliebt bei Künstlern und Steinmetzen. Für Schmuckzwecke ist er wegen seiner geringen Härte aber eher weniger geeignet.

In der Nähe der Toskanastadt Volterra wird seit dem Altertum der Alabaster abgebaut und in großen Klumpen den zahlreichen Handwerksbetrieben und kleinen Fabriken zur Verfügung gestellt..

Weißer Gipsstaub in jeder Alabasterwerkstadt: Der weiße Stein lässt sich im Prinzip wie Holz bearbeiten: sägen, raspeln, feilen, glätten, bohren und drechseln. Am Ende wird das Werkstück mit etwas Olivenöl eingerieben, damit Glanz und Transparenz ihre volle Wirkung entfalten.

Unzählige Kunst- und Gebrauchsgegenstände werden aus Alabaster hergestellt, Vasen und Lampenschirme, Dosen und Gefäße, Schachbretter und -figuren. Nicht nur in Volterra, sondern in allen toskanischen Städten wird die Alabasterware an Touristen vermarktet.

Zusammenstellung: Elisabeth Döhne, Peter Slaby


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